Mehr Aufträge: das Bundeswirtschaftsministerium ist optimistisch.

In einer Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums  wird die Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Juni 2010  recht positiv bewertet. 

Meint: Wir können optimistische in die näher Zukunft schauen.  Denn wenn die Auftragslage sich verbessert, gibts mehr zu tun und eventuell werden Leute eingestellt oder zumindest mehr Steuern eingenommen, ..  womit ja wenigstens die Transferleistungen (Hartz 4 z.B.) gezahlt werden können.   Aber auch:  Bessere Stimmung =  mehr Konsum = recht direkt einige Jobs mehr, selbst wenn die Waren oft aus Asien / China kommen. Die Händler als Bauindustie der Internetökonomie?

Hier die verkündeten Zahnlen:

Die Auftragseingänge in der Industrie haben vorläufigen Angaben zufolge [1] im
Juni preis- und saisonbereinigt [2] deutlich um 3,2 % zugenommen. Im Vormonat
waren sie leicht rückläufig (-0,1 %). Ein deutlich überdurchschnittlicher Umfang
an Großaufträgen – hauptsächlich aus dem Ausland im Bereich des Sonstigen
Fahrzeugbaus – beeinflusste das aktuelle Gesamtergebnis positiv.

Dies stärkt die
Bestelltätigkeit von Investitionsgütern (+6,4 %), während die Auftragseingänge
bei den Vorleistungsgüterproduzenten um 0,8 % zurückgingen. Die Hersteller von
Konsumgütern verbuchten ein Auftragsplus von 0,9 %. Die Inlandsnachfrage nach
industriellen Erzeugnissen erhöhte sich zuletzt leicht um 0,3 %. Die
Auslandsbestellungen legten gestützt durch Großaufträge kräftig um 5,7 % zu.

Im Zweimonatsvergleich (Mai/Juni gegenüber März/April) ist das Auftragsvolumen in
der Industrie mit saisonbereinigt +3,2 % weiter deutlich aufwärts gerichtet. Der
Stand des ersten Quartals wurde im zweiten Vierteljahr sogar um 7,7 %
überschritten. Die Bestelldynamik des Inlands ist tendenziell etwas schwächer
geworden. Im Zweimonatsvergleich legten die Inlandsbestellungen um 1,2 % zu,
während sich die Auslandsaufträge weiter deutlich um 5,0 % erhöhten. In den
industriellen Hauptgruppen hatten die Vorleistungsgüterproduzenten 0,3 % weniger
Bestellungen zu verzeichnen. Die Produzenten von Investitionsgütern verbuchten
ein Auftragsplus von 5,7 %. Die Nachfrage nach Konsumgütern stieg ebenfalls
deutlich um 3,6 %.

Ihren Vorjahresstand überschritten die Industrieaufträge im Mai/Juni
kalenderbereinigt um 24,9 %. Die Inlandsnachfrage stieg dabei um 20,4 %, die
Auslandsbestellungen lagen 28,6 % über dem Vorjahresniveau.

Die Bestelltätigkeit in der Industrie zeigt sich weiterhin sehr lebhaft. Bei
anhaltend kräftigen Impulsen aus dem Ausland deutet sich aber eine etwas
schwächere Dynamik der Bestelltätigkeit aus dem Inland an. Insgesamt hat sich die
Auftragslage der Unternehmen im zweiten Quartal deutlich verbessert. Damit
zeichnet sich eine Fortsetzung des Erholungsprozesses in der Industrie ab. Dies
wird auch durch die aktuelle Entwicklung der Stimmungsindikatoren unterlegt.<br<br>Stimmung? Helau!   …. nee, scheint wirklich wichtig zur Entwicklung der Wirtschaft zu sein!

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[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.

[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.

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