Frankenstein steht zur Wahl: komische Namenstraditionen

In Indien wird in der Provinz Meghalaya das lokale Parlament gewählt. Neben Frankenstein steht da auch Adolf Lu Hitler-Marak zur Wahl, welcher sogar schon mal Minister war, wie in der asiatischen Presse berichtet wird.

Hier in Deutschland ist der Name Ferdinand ja gerade besodonders beliebt bei den werdenen Eltern.  In  Meghalaya  gab und gibt es eben eine gewisse Affinität zu englisch-klingenden Namen.

Bei uns nimmt man es ja auch nicht so ganz genau mit der Herkunft der Namen, wenn einmal eine Mode auftaucht. Und in Meghalaya/Indien wirds genauso gewesen sein.

Warum sind diese Namen in  Meghalaya so gerne vergeben worden?

Weil die Region vom Klima den Engländern (Kolonialherren) gut gefiel (nicht so heiß, nicht zu feucht), haben sich in der Stadt  Shillong viele Missionare, Geschäftsleute und Kolonial-Beamte  niedergelassen. Shillong wird deshalb auch als  “Scotland of the East”   benannt.

Englisch als Sprache war in der kleinen Provinz (2,9 mio Bewohner) wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs durch diese Besiedelung  positiv belegt und galt eben auch als unheimlich modern. Entspreechend hatte man seine Kinder gerne mit Namen benannt, von denen man annahm, dass diese englisch seien. Manchmal wurden sogar zufällige englische Wörter als Namen gewählt.

Lt. asiatischer Presse hält der Trend jahrzehnte später immer noch an.

Namen in Indien

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